Travel | Der Gentleman genießt – und schweigt
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Der Gentleman genießt – und schweigt

Ein Kosmopolit der feinen Lebensart: Seinen ersten Privatclub nach britischem Vorbild eröffnete der Gentleman Dieter Klostermann 1983 in Hongkong. Zwölf Jahre nach dem Mauerfall küsste er Deutschlands neue Hauptstadt aus dem clublosen Dornröschenschlaf. Seit 2001 kann Berlins Elite im exklusiven „Berlin Capital Club“ ganz unter sich entspannen, dinieren oder netzwerken. Namen werden nicht verraten, aber Zukunftspläne schon …

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Bei diesem Mann sitzt jedes Haar dort, wo es sitzen soll. Und dass sein edler Zwirn je von einem Fussel oder Staubkörnchen berührt werden könnte, scheint unvorstellbar. Dieter Klostermann legt Wert auf guten Stil. Und er lebt vor, was er verkauft: Die feine englische Lebensart mitsamt ihrer guten Manieren, ihrer Kultiviertheit und dieser ganz besonderen Mischung aus Geschlossenheit und Weltoffenheit.

Seit den 80er-Jahren baut und konzipiert Klostermanns Unternehmen „International Associate Club“ vor allem in Asien exklusive Privatclubs. Den ersten kreierte er 1983 in Hongkong, zuletzt hat er in Berlin erfolgreich den „Berlin Capital Club“ am Gendarmenmarkt etabliert. „Als nächstes könnte ich mir Riga vorstellen“, sagt Klostermann, und plötzlich blitzt die Leidenschaft eines Entdeckers auf: „Da sehe ich Potenzial.“

Was seine Clubs so erfolgreich macht? Es ist wohl dieses ganz persönliche Konzept, das der 70-Jährige im Laufe seines kosmopolitischen Lebens entwickelt hat. Er selbst beschreibt seine Clubs als „modern und zugleich britisch traditionell – gepaart mit zeitgemäßem Management, guter Gastronomie und präzisem Service.“

In New York, wo er als 20-Jähriger im Hilton seine Karriere als Hotelier begann, lernte er die Kultur
der amerikanischen Country Clubs schätzen. „Dort herrschte nicht nur ein reges soziales Leben“, erinnert er sich, „sondern auch ein modernes Management.“ Auf seinen nächsten Stationen als Hilton-Generalmanager in Tokio, Korea, Singapur und Hongkong begeisterte Klostermann vor allem die asiatische Mentalität in Punkto Service und Höflichkeit, und er machte sie zu einer weiteren Säule seines Konzepts.

Seit gut 35 Jahren lebt Klostermann hauptsächlich in Hongkong. Aber 1990, als er von Asien aus am Fernseher gebannt den Mauerfall verfolgte, reifte in ihm erstmals die Idee, etwas Neues in Deutschland aufzubauen. Klostermann entschied sich für Berlin, „obwohl es keine dynamische Wirtschaftsstadt ist und im Süden deutlich mehr Geld sitzt.“ Aber die Zeit gab ihm recht: Berlin wurde erst Hauptstadt, dann Weltstadt. Die Regierung zog um und mit ihr kamen viele potenzielle Clubmitglieder. 2001 eröffnete der „Capital Club Berlin“, und auch da war das Timing perfekt. Schon bei der Eröffnung zählte der Club über 400 Mitglieder aus ganz Europa. Was Klostermann freut: Ein Viertel der Mitglieder sind Frauen in Führungspositionen, das ist ungewöhnlich für einen Club. Überhaupt sei Berlin etwas Besonderes, gerät er ins Schwärmen. „Diese Stadt ist sehr enthusiastisch, sie ist sexy, sie hat Charme und internationales Flair.“

Warum aber hat es über zehn Jahre gedauert, von der Idee bis zur Eröffnung? „Jeder Club hat seinen eigenen Charakter – und der muss sich entwickeln“, ist Klostermann überzeugt. In seinem Unternehmen gibt es eine eigene Einheit, die nur daran arbeitet, für jeden Club „den“ speziellen Stil und Charakter zu entwickeln. Auch mit dem nächsten Ziel Riga laufe das so. „Wir machen das, wenn wir die richtige Location finden. Wir haben keinen Zeitdruck.“

Es gibt kein Konzept, das für alle passt, sagt Klostermann. Wenn das kein Konzept ist!

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