Drei Wünsche für den Dschinn - Quality Magazine
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Drei Wünsche für den Dschinn

 

Von Delilah Werdermann

Endlose weiße Strände, glasklare blaue Lagunen und ein nie endendes Tropenfeeling. Nicht umsonst werden sie als Inselträume im Indischen Ozean bezeichnet: die Malediven. Allein 144 Inseln des muslimischen Inselstaates werden für touristische Zwecke genutzt werden. Seit 2009 ist es Touristen auch erlaubt auf einheimischen Inseln Urlaub zu machen und so sind die Malediven über die Jahre hinweg ein Konglomerat aus Luxushotels und prestigeträchtigen Resorts geworden. Doch manchmal wird auch der Superluxus austauschbar, wenn das Umfeld den immer gleichen Appeal hat. Drei Luxushotels und die Malediven haben sich aufgemacht das zu ändern.

Malé: Die Hauptstadt der Malediven lockt mit einem geschäftigen Fischmarkt, Restaurants und lebendigen Läden an der Hauptstraße Majeedhee Magu. Vor allem ist sie für ihre aus dem 17. Jahrhundert stammende Friday Mosque, eine aus weißer Koralle geschnitzte Moschee, bekannt. Und über 90 Prozent der Inselfläche sind mit Wasser bedeckt. Auf den 26 Atollen mit unendlichen Korallenriffen erstrecken sich auf den Malediven die wohl luxuriösesten und schicksten Bungalows. Aber die „Fünf-Sterne-Plus-Robinson-Crusoe-Einsamkeit“ verlangt bei so manchem Urlauber nach einer schicken Abwechslung, zum Beispiel inspirierende Beachclubs und einen schicken Yachthafen. Manche Hotels und Resorts nehmen sogar eine komplette Insel ein. Doch um nicht den berühmten Inselkoller zu bekommen, bringen drei weltklassige Hotelgruppen im zweiten Quartal des Jahres ein bisschen mehr Privatsphäre auf die Malediven.

Das Ritz-Carlton Maldives, das Capella Hotel & Resorts – das erst 2022 eröffnen wird – sowie das dazugehörige Tochterunternehmen Patina Maldives haben sich zusammengeschlossen, um den anspruchsvollen Reisenden ein neuartiges Konzept ergänzend zur luxuriösen Einsamkeit oder Zweisamkeit zu bieten, bestehend aus einem lebendigen Inselleben. Genauer gesagt feiert dieses einzigartige Projekt auf den Fari-Inseln im Nord-Malé Atoll sein Debüt, ungefähr eine 45-minütige Fahrt mit dem Schnellboot vom internationalen Flughafen Malé entfernt. Gebaut wurde um den Hafen der malerischen Fari Marina, das gemeinsam schlagende Herz des Archipels. Die Fari Marina wurde um einen lebhaften Beach Club erbaut und beherbergt charmante Boutiquen sowie eine handverlesene Auswahl an Restaurants. Dabei dreht sich jedes Detail, sei es die Philosophie oder das Design, rund um den „Geist der Malediven“. Darunter wurden die zum Teil minimalistischen Architekturformen ganz im Sinne der maledivischen Kultur und Umwelt integriert. Ein hochinteressantes Konzept, zumal die meisten dieser Superluxus-Satelliten in erster Linie ihre eigene Ideologie zelebrieren und der Spirit der Insel eher zweitrangig gelebt wird.

Gerade das Patina Maldives, das zur Lifestyle-Marke Patina Hotels & Resorts der Capella Hotelgruppe gehört, wurde mit einem biophilen Design entworfen, das den Mensch und die Natur in Harmonie vereint. Das Konzept stammt vom renommierten brasilianischen Architekten Marcio Kogan, Gründer des vielfach international ausgezeichneten Designstudios Studio MK27.

„Es ist einer der abgelegensten Orte auf diesem Planeten und trotzdem ein Platz, an dem Menschen sich begegnen können. Patina Maldives wird unseren eigenen Antagonismen gerecht: die gleichzeitige Sehnsucht nach Ruhe und Party, nach Natur und Design, nach technischem Fortschritt und Althergebrachtem, nach Selbstgefälligkeit und bedeutungsvollen Gedankengängen“, so Star-Architekt Marcio Kogan.

Besonders auffällig ist die niedrige Bauweise, die sich nahtlos an den fernen Himmel anschmiegt. Bei der Einrichtung der 90 „Beach- & Water Pool Villas“ sowie der 20 abgeschiedenen Fari-Studios wurden vor allem gedämpfte Farben, matte Oberflächen, subtile Texturen und edle Materialien verwendet. Holz, Leinen, Rattan, Papierkordeln, Stein und Naturfasern schaffen einen nahtlosen Übergang zwischen dem Innen- und Außenbereich. Durch die raumhohen Fenster und Panorama-Schiebetüren lassen sich die Villen zudem an drei Seiten öffnen. Die dazugehörigen Millwork-Möbel runden das Interieur sowie das Raumerlebnis ab und erfüllen selbst anspruchsvolle Wünsche, beispielsweise Bettmöbel mit integrierten Bedienfeldern oder versteckte Ladeflächen für elektronische Geräte. Im Badezimmer veredeln alleinstehende doppelte Badezimmer-Ablagen aus schwarzem Marquina-Marmor, Becken aus einem einzigen Steinblock, italienische Porzellanfliesen und Doppel-Badewannen im Außenbereich das Ambiente.

Auch das Ritz-Carlton freut sich darauf, ein Resort mit 100 Villen an den wunderschönen Stränden des Nord-Malé-Atolls zu eröffnen und die Gäste im kommenden Frühling und Frühsommer willkommen zu heißen. Die Vision hinter dem ikonischen Design des Resorts, das von Kerry Hill Architects geleitet wird, ist inspiriert von türkisfarbenen Lagunen und wirbelnden Meeresbrisen. Das Innen- und Außendesign ist bescheiden, minimalistisch und mit einer optischen Leichtigkeit versehen, gebaut unter Umweltaspekten, um die CO₂-Bilanz zu verringern (2009 tagte die maledivische Regierung unter Wasser, um auf den Klimawandel hinzuweisen). Alle Villen sind mit einem steten Blick auf den Horizont gerichtet. Die einzigartige kreisförmige Anordnung der Gebäude ist ideal, um die Lichtverhältnisse optimal nutzen zu können.

Die Panorama-Schiebetüren ermöglichen eine makellose Aussicht, die den Blick auf das offene Meer gewähren, doch gleichzeitig mit der Annehmlichkeit der absoluten Privatsphäre. Möbel, Teppiche und Stoffe wurden von Kerry Hill Architects nach Maß in Zusammenarbeit mit maledivischen und internationalen Künstlern entworfen, vor allem natürliche Materialien und Stoffe kamen wie beim Patina Maldives zum Einsatz. Egal, ob es sich um den Süden oder den Norden der Insel handelt, vom Ritz Kids Club über gemeinsame Familienaktivitäten bis hin zu Yoga ist hier alles möglich. Vor allem der kulinarische Mittelpunkt wird zu einem beliebten sozialen Treffpunkt für Leute aus der ganzen Welt werden. Unabhängig, wo man sich gerade auf den Fari Islands befindet: Nie kommt das Gefühl auf zu weit weg zu sein, aber immer mit der steten Sicherheit im Rücken in seine eigene kleine Villa am Strand fliehen zu können. Ganz zu schweigen von der Fari Marina, die eine neue Mobilität verleiht. Und wo lässt es sich schöner schippern als auf den Malediven?

Und genau dieser Aspekt ist es, der die Fari Islands vom Rest der Malediven unterscheiden wird und den Inselstaat in einem neuen Licht erstrahlen lässt. Mit den wachsenden Ansprüchen – vor allem in Hinblick auf Klimaneutralität, Umweltbewusstsein, der Entschleunigung des Lebens und dem Phänomen „fear of missing out“ – haben die drei Hotelgruppen ein touristisches Konzept mit Bestand und Raffinesse ins Leben gerufen, das keine auserkorene Reiseklientel anspricht, sondern den Lebensstil des 21. Jahrhunderts. Aber wozu braucht man einen Dschinn, wenn schon alle Wünsche erfüllt wurden? Wir sind gespannt.

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