Die neue Welle - Travel
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Die neue Welle

1001 Nacht? Handwerkskunst? Ein Leben wie früher? Das alles steht für Marrakech. Gleichzeitig belebt eine neue kreative Szene die Stadt. Statt mit der Vergangenheit zu brechen, bedient sie sich im reichen Fundus aus Geschichte und Tradition.

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Foto: Sabri Noor

Karim Laftimi sitzt entspannt in einer der überdachten Sitznischen seines neuen Restaurants Le Jardin. Der 39-jährige sieht gut zehn Jahre jünger aus. Mit seinem Lockenkopf und seinem leicht zerknitterten Jeanshemd versprüht er den Charme eines Jungen. „Ich bin ein Marakchi. Ich bin in der Medina bei Bab Ksour mit einer Schwester und vier Brüdern aufgewachsen“, erzählt Laftimi. „Nach der Schule bin ich mit dem Rucksack nach Asien aufgebrochen und habe einige Jahre in Japan gelebt.“

Foto: Sabri Noor

Foto: Sabri Noor

Laftimi lernte Japanisch und schlug sich als Türsteher, Kellner und Küchenhilfe durch, bis ihn 2004 das Heimweh zurück nach Marrakech zog. Dort eröffnete er in der Medina auf dem Gelände des alten Gewürzmarktes das Café des Epices. „Ich wollte ein gemütliches Wohnzimmer schaffen“, sagt er. Es gelang. Vor allem Touristen lieben die schlichte marokkanische Einrichtung, die einfachen Gerichte und die gewürzten Tees des Cafés.

Foto: Sabri Noor

Foto: Sabri Noor

Ermutigt vom Erfolg eröffnete Laftimi 2009, gemeinsam mit einem Geschäftspartner, die Terasses des Epices – eine loungige Gastrolandschaft ganz in der Nähe seiner ersten Location. Vergangenes Jahr verwirklichte er dann sein nächstes Projekt: Ein 600 Quadratmeter großes Riad aus dem 17. Jahrhundert wurde unter seiner Führung zum Restaurant umgestaltet, Le Jardin entstand. Der Gast speist im Garten des Lichthofs unter Palmen oder zieht sich unter die Arkaden in eine der gemütlichen Sitzecken zurück. Ein neues Marrakech braucht neue Orte des Austauschs. „Es geht darum, Ideen zu haben“, sagt Laftimi. „Es ist ein Aufbruch, kein Ausbruch.“

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Karim Laftimi

Ende Oktober bildet die grüne Kulisse des Le Jardin den stilvollen Rahmen einer Verkaufsmesse. „Sie heißt „Le Souk“, französisch der Markt und findet zum ersten Mal statt. Ich kenne sehr viele Designer und möchte ihnen die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten vorzustellen“, erklärt die Veranstalterin Laila Hida. Die 29-Jährige arbeitet als Fotografin und gründete eine eigene Produktionsgesellschaft.

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Vor einem Jahr zog sie von Paris nach Casablanca und schließlich nach Marrakech. „Ich bin in Casablanca aufgewachsen, in einer traditionellen marokkanischen Familie. Aber ich bin auf die französische Schule gegangen. Zu Hause war ich sozusagen in Marokko und in der Schule in Europa“, erzählt sie. „Danach bin ich nach Frankreich gegangen und habe an der Sorbonne Literatur und im Anschluss Business Communication studiert.“ Die Absolventin blieb in Paris und fand eine gute Stellung bei einem Magazin. Ihr Leben in Europa schien erfüllt – bis der arabische Frühling begann. „Ich konnte einfach nicht länger nur vor dem Fernseher sitzen“, erinnert sie sich. „Ich wollte ein Teil der Bewegung werden. Hier habe ich immer das Bedürfnis, kreativ zu sein“. Sie gestikuliert mit den Händen, um ihre Worte zu unterstreichen. „Die Stadt ist sehr sinnlich, du möchtest alles berühren und die Düfte aufnehmen. Ich glaube deshalb zieht es so viele Designer hierher“, sagt sie. „Die Leute, die hier leben, respektieren die Traditionen. In Europa sind die Menschen so sehr mit dem Fortschritt beschäftigt, dass sie dabei ihre Traditionen vergessen. Wir versuchen, sie zu erhalten.“

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Magazin ‚MAG’s Chefredakteurin Mouna Anajjar

Eine Stadt, in der viel Neues passiert, braucht auch neue Medien. „Als wir 2007 La Tribune de Marrakech herausgebracht haben, wollten wir was für die Stadt tun, die Leute, die hier leben, vorstellen. Das was entstand, musste ans Licht gebracht werden. Die vielen neuen Designer, Künstler und Kreative brauchten ein Medium, das über sie berichtet“, beschreibt Mouna Anajjar. Die Marokkanerin, die lange in Paris lebte, kam 2006 nach Marrakech und gründete in Gueliz, dem neuen Teil der Stadt gemeinsam mit einem Geschäftspartner einen Verlag. Neben dem Stadtmagazin La Tribune de Marrakech verantwortet sie das Marrakech Mag, ein designlastiges und innovatives Lifestylemagazin. „Das Ganze begann vielleicht vor acht Jahren. Plötzlich entstanden überall neue Restaurants, Hotels, Clubs. Neue Designer kamen auf“, erinnert sie sich. „Wir haben mit unseren Medien die Entwicklung und Evolution der Stadt begleitet.“

Magazin 'MAG'

Magazin ‚MAG‘

In Marokko selbst spricht man von der „nouvelle vague“ – der neuen Welle, die das Alte aber nicht überrollt, sondern – im Gegenteil – mit höchstem Respekt integriert. „Die Künstler brauchen gute Handwerker, die ihre Ideen übersetzen“, sagt Anajjar und zündet sich eine Zigarette an. „Die Handwerkskunst hier ist einzigartig. Die Handwerker schaffen alles in Handarbeit, sie beherrschen ihr Handwerk wirklich“, sagt sie und klopft auf den großen Eisen-Schreibtisch in ihrem Büro: „Den habe ich mir hier anfertigen lassen. alles Handarbeit“.

„Die Evolution wurde stark von Leuten beeinflusst, die vorher in anderen Ländern gelebt hatten und eine neue Sicht auf die Dinge miteinbrachten“, erklärt die Chefredakteurin. „Aber vieles, was gerade entsteht, wäre gar nicht möglich ohne den speziellen Esprit der Stadt.“

Die 25-Jährige Habiba Machrouh arbeitet als Art Directorin bei La Tribune de Marrakech. Sie kommt aus Frankreich, hat aber algerisch-marokkanische Wurzeln. Wegen ihres Jobs zog die junge Frau von Nantes nach Marrakech, ganz auf sich gestellt. „Am Anfang war es schwierig“, erzählt sie. „Aber man hat hier viel weniger Stress als in Frankreich. Ich empfinde Marrakech ein wenig wie eine europäische Stadt, nur sehr viel traditionsbewusster. Die Marokkaner sind außerdem sehr kreativ.“

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Andrea Kolb

Bestimmt ist es kein Zufall, dass die Frauen das neue Marrakech kräftig vorantreiben. Die Marokkanerinnen gelten von jeher als stark und selbstbewusst. König Mohammed VI. reformierte endlich auch die Gesetze des patriarchalisch geprägten Reiches. Die Frauen Marokkos haben nun das Recht auf Scheidung und auf einen Ehemann, der keine weiteren Frauen heiratet. Außerdem wurde das Alter der Heiratsfähigkeit von 15 auf 18 heraufgesetzt. „Hier passiert gerade ganz viel. Man sieht es ja schon, wenn man durch die Straßen geht. Die jungen modernen Frauen auf ihren Vespas stehen für ein neues Marokko“, beschreibt Andrea Kolb. Die Deutsche pendelt zwischen Berlin und Marrakech. Vergangenes Jahr gründete sie das Taschenlabel Abury, das handbestickte Taschen in Berbertradition herstellt. Die Geschäftsidee sollte gleich mehrere Aufgaben erfüllen: Die alte Kunst der Taschenstickerei am Leben erhalten, jungen Marokkanerinnen eine Ausbildung geben und ausgebildeten Näherinnen einen fairen Lohn sichern. „Es gibt gar nicht mehr so viele, die dieses Traditionshandwerk beherrschen. Die Jungen sehen darin keine Perspektive und lernen das nicht.

Es ist halt Handarbeit und wird meist schlecht bezahlt.“ erklärt Kolb. Sie selbst gründete für Abury eigene Nähschulen und schuf im Atlasgebirge eine autonome Produktionsstätte, die eines Tages den Arbeitern gehören soll. „Ich möchte ein bisschen weg von diesem Entwicklungslandcharakter“, sagt sie. „Ich sehe es mehr als interkulturellen Austausch.“ Nun sind ihre Berberbags beides: stylische Taschen und Botschafter einer alten Kultur. Verkauft werden die Unikate über Boutiquen in Deutschland oder den Online-Shop. Tradition und Moderne müssen dabei keine Gegensätze sein, Abury fertigt auch Lederhüllen fürs iPad. „Das sind traditionell handgefertigte Taschen und damit packen wir dann unser modernes Spielzeug ein“, sagt Kolb.

„Die jungen modernen Frauen auf ihren Vespas stehen für ein neues Marokko.“

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Frauen bei der Taschenmanufaktur

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Frauen bei der Taschenmanufaktur

Tradition und Moderne vereinbart auch der Produktdesigner Younes Duret, der für seine Arbeiten internationale Auszeichnungen erhielt. Der typische orientalischen Ornamentik fügt er etwas Neues hinzu. Mosaikmuster werden bei ihm zum praktischen Regalhalter, arabische Waffen zum Ständer von Lampenschirmen. Durets Vater ist Franzose, seine Mutter Marokkanerin. Er selbst kam in Casablanca zur Welt, verbrachte seine Kindheit in Südfrankreich, studierte in Paris und eröffnete seine Designagentur im elterlichen Haus in Marrakech. „Ich liebe Marrakech!“, sagt der 32-Jährige , während er mit seinem Wagen durch die Stadt fährt und dabei Eselskarren und Pferdekutschen ausweicht. „Ich liebe die Verrücktheit und Widersprüchlichkeit der Stadt.“ Begeistert fährt er fort: „Es ist unglaublich, wie sehr sich Marrakech in den letzten zehn Jahren verändert hat.

Designer Younes bei seinem Streifzug durch den Souk.

Designer Younes bei seinem Streifzug durch den Souk.

Vor allem die Mittelklasse ist viel stärker geworden. Es gibt so viele tolle Künstler, Musiker und Designer in der Stadt, die sehr kreativ und innovativ sind. Sie versuchen zu zeigen, dass Dinge auch anders sein können. Darüber sollen die Leute reden, anstatt immer nur alles zu kritisieren.“

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Designer Younes

Wer sich in Marrakech bewegt, wird schnell auf den Namen Vanessa Branson stoßen. Die Gründerin der Marrakech Biennale, die dieses Jahr zum dritten Mal stattfand. steht vor allem für den intellektuellen und künstlerischen Austausch in der Stadt. Branson pendelt zwischen London und Marrakech und wirbt im Westen für interkulturelle Verständigung. Ihr Bruder, Richard Branson, wurde als Chef des Medienunternehmens Virgin weltbekannt. In Marrakech aber kennt man sie, Vanessa.

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Vanessa Branson sitzt lässig auf der Couchlandschaft im Lichthof des Riads El Fenn, das sie gemeinsam mit einem Freund besitzt. Orangen und Olivenbäume spenden Schatten. Im Brunnen schwimmen frische Rosenköpfe. Branson trägt eine gestreifte Tunika, eine weiße Leggings und ist barfuß. Ihr offenes blondes Haar ist mit grauen Strähnen durchsetzt, trotzdem strahlt die 52-Jährige Jugendlichkeit und Tatendrang aus. „Ich liebe es hier“, sagt sie lachend „Die Leute hier sind in keiner Weise zynisch.

Vanessa Branson im Riad Al Fenn

Vanessa Branson im Riad Al Fenn

Außerdem ist Marrakech unglaublich sinnlich. Das Essen, die Düfte, die Farben …“ Eine Tür, die zu den Suiten führt ist geöffnet: Wände im türkisfarbenen Tadelakt, das große Bett ist mit handbestickten Leinentüchern bezogen, darüber ein verzierter Silberspiegel. Über dem Schreibtisch hängt eine Anordnung totenkopfartiger Fratzen – eine Installation des Künstlers Matt Bryans aus London.

Riad Al Fenn - Tagungsstätte, Ausstellungsfläche, Boutiquehotel und privates Gästehaus.

Riad Al Fenn – Tagungsstätte, Ausstellungsfläche, Boutiquehotel und privates Gästehaus.

El Fenn bedeutet auf Arabisch so viel wie Kunst. In der Tat mischt sich im Riad zeitgenössische Kunst mit traditionellem Handwerk. „Die alte Kunst umarmt das Jetzt“, sagt Branson. El Fenn ist gleichzeitig Tagungsstätte, Ausstellungsfläche, Boutiquehotel und privates Gästehaus. Direkt hinter Bab Ksour gelegen, wohnten in dem Ursprungs-Riad einst die Erbauer der weltbekannten Koutubia-Moschee, die sich ganz in der Nähe befindet. „Ich glaube, dass wir es geschafft haben, uns harmonisch in die Stadt einzufügen“, erklärt Branson. „Wir haben sehr viele lokale Handwerker und Künstler in die Gestaltung mit einbezogen und das Traditionelle mit zeitgenössischer Kunst gemischt.“

"Die alte Kunst umarmt das Jetzt."

„Die alte Kunst umarmt das Jetzt.“

,,Wir wollen das Cannes Afrikas werden“, soll König Mohammed anlässlich der Filmfestspiele in Marrakech gesagt haben. Vermutlich meinte er damit nicht nur die Qualität der gezeigten Filme. Glitzer und Glamour sind sehr willkommen in der Stadt am Atlas.

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Designer Artsi

Nun schießen Luxushotels und 5-Sterne- Resorts wie Pilze aus dem Boden. Das legendäre La Mamounia, in dem schon Winston Churchill liebend gern übernachtete, bekommt von allen Seiten Konkurrenz. Der König persönlich war es, der durch ein milliardenschweres Programm den Bauboom anheizte und die Infrastruktur ausbaute, ohne das Treiben in der Altstadt zu stören. Ausländische Investoren bekommen günstig Grundstücke und müssen die ersten drei Jahre lang keine Steuern zahlen. Gebiete am Stadtrand wie die Palmeraie werden gezielt belebt. Golf- und Wellnessressorts schaffen neue Arbeitsplätze – und autarke Oasen der Ruhe. Stil mit Traditionsbewusstsein statt Billig-Tourismus. Wer es sich von den Marrakchi leisten kann, hat sein Riad in der Medina und eine Villa oder ein Apartment weiter draußen. Nicht alle aber begrüßen das Überangebot an Luxus.

Palais Sebban

Palais Sebban

„Wir werden einen besonderen Platz in den Rängen der 5 Sterne Hotels einnehmen, da unser Konzept sich stark von den anderen, etablierten 5-Sterne Hotels unterscheidet“, sagt der Abdeslam Bennani Smires, der junge Chef des Resort Selman, das im Spätsommer des Jahres eröffnete. Im Selman verbindet sich die Liebe zu den Araberhengsten mit außergewöhnlichem Luxus, von einem 80 Meter langen Pool und außergewöhnlichen Design. Gestaltet wurde das Selman von Stardesigner Jacques Garcia, der bereits das Mahmounia gestalten durfte.

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Selman Marrakesh

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Marrakech traditionell & modern

Restaurants

Le Tobsil

Hausmannskost im romantischen Ambiente eines alten Riads. Gegessen wird im Lichthof, unterm Sternenhimmel. Musiker begleiten das Geschmackserlebnis auf Zupfinstrumenten. Der perfekte Ort für Liebespaare.

Le Jardin Le Jardin (französisch der Garten) ist eine grüne Oase mitten in der Medina. Das 600 Quadratmeter große Riad aus dem 17.Jahrhundert wurde zum Restaurant umgestaltet, die marokkanische Küche neu interpretiert. Serviert wird unter Palmen. Wer mag, zieht sich in die Lounge- Ecken unter die Arkaden zurück.

Clubs

Jad Mahal

Tanztempel im Stil von 1001 Nacht. Jeden Abend große Show mit Live- Musik und Bauchtanz. Unter den hochkarätigen Gästen: Fußballprofis, Popstars und Designer. Ab 2 Uhr geht’s ins benachbarte Silver, um zu Oriental Beats und House-Musik abzutanzen.

Theatro

House-Musik in High-Tech Kulisse. Der Club war mal ein Theater – jetzt setzen sich sexy Kellner, Performancekünstler und international bekannte DJs in Szene.

Hotels & Hostels

La Mamounia

Baujahr 1923 und immer noch die Königin unter den Luxushotels. Star-Architekt Jaques Garcia verpasste der Grande Dame ein Facelift. Wer in dieser Preisklasse nicht mitspielen kann, sollte trotzdem einen Rundgang wagen.

Riad El Fenn

Sehr eigenwilliges und sehenswertes Riad. El Fenn bedeutet auf Arabisch so viel wie Kunst. Zeitgenössische Fotografien, Installationen und Gemälde mischen sich auf

lässige Weise mit traditionellem Handwerk.

Cafés

Café des Epices

Der Klassiker unter den Cafés der Medina. Vor allem die Szene liebt die schlichte marokkanische Einrichtung, die einfachen Gerichte und die gewürzten Tees des Cafés.

Café Extrablatt

Tatsächlich, die deutsche Kette gibt es in auch in Marrakech. In Hivernage, dem nobelsten Teil der Neustadt, eröffnete eine Filiale mit großem Garten. Das Publikum ist jung, stylisch und international.

Shopping

Karim Bouriad

Der Designer gab dem traditionellen Kaftan eine lässige Note. Auch in New York, St. Barth oder St. Tropez findet man Filialen des gebürtigen Marakchi.

Artsi Ifrach

Der israelische Designer hat seinen Showroom in Marrakech. Unter seinem Label Art/C verwandelt er Teppiche, Kaftans oder Vintage- Stoffe zu bezahlbaren Fashion- Unikaten. Stars wie Kelly Rowland oder Beth Dito gehören zu Ifrachs Kunden. Termine nur nach Absprache!

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